Parlan Hunslam aus „Das Geheimnis der Walküre“

Parlan HunslamParlan Hunslam (der Zaubersänger) ist ein Seidrmann der in Muspellsheim lebt und dort den Ausgang des Portals von Utgard bewacht. Seinen Namen trägt er, weil er Magie singen kann.

Parlan ist ein spindeldürres Kerlchen, dass ständig über irgendetwas klagt. Meist sind es seine alten Knochen oder der Ischias oder das Rheuma. Auch das Wetter ist ein beliebtes Thema, denn das „spürt er in seinen alten Knochen“. Und dann sind da noch die Gelenke und erst der Rücken und überhaupt. Glauben muss man das nicht unbedingt. Wenn Parlan sich langweilt geht er gerne in die Berge klettern und verursacht dann bei den Bergziegen Depressionen.

Die wenigen Alben, die nach Midgard reisen dürfen, müssen sich an strenge Regeln halten. Es ist beispielsweise verboten, irgendwelche Dinge aus Midgard mitzubringen. So wirklich hält sich aber niemand daran. Wenn schon nichts anderes, dann stopft man sich wenigstens die Taschen mit billigen Bandanas voll um sie dann Parlan Hunslam zu schenken. Der trägt ständig ein Bandana um den Kopf oder bindet sich die Haare damit zusammen. Meist knotet er dann ein paar Haare mit ein und jammert endlos, weil es ziept.

Das Portal öffnet sich in Muspellsheim auf einer großen Steinplatte. Einen Abgrund oder ähnliches gibt es dort nicht. Auf der Steinplatte befindet sich eine Reihe dunkler Flecken, nicht größer als ein Fingernagel. Nach Meinung des albischen Runengelehrten Lorin Drogar sind das die Personen, die das Portal unberechtigt durchschritten haben.

Welcher Rasse Parlan angehört und wie alt er ist, weiß niemand. Laut Lorin hat eine Feuerriesin mal behauptet, dass ihr Großvater mit ihm befreundet war und sie oft gemeinsam zum Klettern unterwegs waren. Aber das wäre schon so um die zweihundert Jahre her und ihr Großvater wäre ja inzwischen auch lange nicht mehr am Leben. Wahrheitsgehalt ungewiss.

Die einsamen Wächter

Die einsamen Wächter sind Runengelehrte, Schamanen, Krieger oder Seidrmänner und -frauen, die an den Zielpunkten vieler Portale leben. Portale zwischen den Welten können im Normalfall nicht von nur einer Seite geöffnet werden. Man muss „anklopfen“ und dann macht jemand von der anderen Seite her auf. Das sind die einsamen Wächter und Parlan Hunslam ist einer von ihnen.

Nun sollte man einen Watchman aber nicht mit einem Portier verwechseln. Die einsamen Wächter beherrschen ziemlich fiese Tricks um die Portale zu schützen.

Die Portale sind so angelegt, dass auch mehrere Personen sie gemeinsam durchqueren können. Geht man aber erst einmal hinein, kann man nur auf der anderen Seite wieder herauskommen. Umdrehen und zurück gehen ist nicht möglich. Heraus kommt man immer erst dann, wenn die Person vor einem das Portal verlassen hat. Also immer schön einer nach dem anderen. Wollte also eine ganze Invasionsarmee ein Portal durchschreiten bräuchte der Watchman nur den ersten, der das Portal verlässt, zurück schubsen.

Ob er das mit Runenmagie macht oder ein dressiertes Zwergnashorn schubsen lässt, ist dabei egal. Es kommt zu einer Art „flash over“, so, als würde man einen Gartenschlauch mit dem Daumen zuhalten. Gibt man dann wieder etwas nach, spritzt das Wasser in unvorhersehbarer Richtung neben dem Daumen aus dem Schlauch. Viele Portale sind auf Klippen und an Berghängen angelegt. Wenn also eine Kompanie Soldaten aus dem Portal geschossen kommt wie das Wasser aus dem Gartenschlauch und drei Schritte weiter ist ein hundert Meter tiefer Abgrund, hat sich das mit der Invasion erledigt.

Die Watchman schützen jedoch nicht nur Portale. Gerade auf Utgard gibt es noch einige Plätze, zu denen der Zutritt verwehrt oder eingeschränkt ist. Am Eingang zum Tolsjele gab es früher auch einen Wächter. Er ist jedoch verschwunden, sein Schicksal ist ungewiss.

Parlan Hunslam ist ein Nebenfigur aus „Das Geheimnis der Walküre“ von Rewa Kasor.


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Bild von Ray Shrewsberry auf Pixabay

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