Odin, der Allvater – Nordische Mythologie

OdinDer Allvater Odin ist der oberste Gott des Göttergeschlechtes des Asen. Sein Wohnsitz ist Asgard. Dort besitzt er zwei Paläste: Walaskialf und Gladsheim mit Walhall. Von seinem Thron Hlidskialf aus vermag er alle Welten zu überschauen.

Sein umfangreiches Wissen verdankt er zu einem guten Teil den Raben Hugin und Munin. Snorri Sturluson schrieb dazu: „Zwei Raben sitzen auf seinen [Odins] Schultern und sagen ihm alles ins Ohr, was sie sehen und hören. Sie heißen Hugin und Munin. Bei Tagesanbruch entsendet er sie, um über die ganze Welt zu fliegen, und zur Frühstückszeit kehren sie zurück. Von ihnen erfährt er viele Neuigkeiten.

In Walhall versammelt Odin die Hälfte der gefallenen Helden aus allen Welten. Sie werden mit ihm gegen die den Weltuntergang herbeiführenden Mächte kämpfen. Diese Helden heißen Einherjer, werden auf dem Schlachtfeld (Walstatt) von den Walküren mit einem Kuss zum Festmahl Odins eingeladen und erwarten dort unter fortwährendem Festgelage und Kämpfen das Schicksal der Götter (Ragnarök).

Odins Gattinnen und Geliebte sind: Jörd (Mutter des Thor), Rind (Mutter des Wali), die Asenkönigin Frigg (Mutter des Balder), Grid (Mutter des Vidar), neun reine Riesenjungfrauen von unendlicher Schönheit, die alle neun am Meeresstrand schlafend, zugleich Mütter des Heimdall wurden; Skadi, früher Njörds Gattin (von O. Mutter des Säming und vieler anderer Söhne), Gritha (Mutter Skiolds); ferner erfreute ihn mit ihrer Gunst die Riesentochter Gunnlöd. Über die Mütter von Odins Söhnen Hödur, Bragi und Hermodr gibt es keine Quellen. Ob sie Söhne der Frigg oder anderer Mütter sind, bleibt somit reine Vermutung. Als Tyrs Vater geben die Überlieferungen sowohl Odin als auch Hymir an.
 

Odin in der Edda

Odin wird besonders häufig in der Edda erwähnt. Die weitaus meisten Kenninge (poetische Umschreibungen) für Odin stammen aus der Grímnismál, der Hávamál und Völuspá.

Besonders bekannt ist Odins Runenlied aus der Hâvamâl, des Hohen (Odins) Lied. Darin wird, teils verschlüsselt, die Bedeutung der Runen erläutert. Um die Geheimnisse der Runen zu erfahren, vollzog der Allvater ein Selbstopfer.

Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum
Neun lange Nächte,
Vom Sper verwundet, dem Odhin geweiht,
Mir selber ich selbst,
Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann
Aus welcher Wurzel er sproß.

Siehe: Hâvamâl, Des Hohen Lied (Odins Runenlied) sowie Rúnatal þáttr Óðinn, die Interpretation von Odins Runenlied auf Fylgien.de.
Liste der Beinamen Odins auf Wikipedia

 

Odin in den Büchern der Schattenelfen

Bisher keine Erwähnung.
 


Zurück zur Übersicht
Bild: Odin auf einem Thron, seinen Speer in Händen, flankiert von den Raben Hugin und Munin und den Wölfen Geri und Freki, Holzschnitt von Johannes Gehrts aus WWalhall. Germanische Götter- und Heldensagen. Für Alt und Jung am deutschen Herd erzählt“ (1883) von Felix und Therese Dahn | © PD

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.