Ägir (Ægir), der Meeresriese – Nordische Mythologie

ÄgirObwohl Ägir zum Geschlecht der Jötunen zählt, gilt er als ein Freund der Asen. Er ist der Sohn des Miskorblindi bzw. Fornjótr. Seine beiden Brüder sind Logi, das Feuer, und Kari, der Wind.

Er ist Vater von neun Töchtern, den Ägirstöchtern (Angeyja, Atla, Eistla, Eyrgjafa, Gjálp, Greip, Imðr, Járnsaxa und Úlfrún), die verschiedene Arten von Meereswellen darstellen. Seine Gattin ist die Meeresgöttin Rán. Er wohnt auf der Insel, die Hlésey genannt wird, und ist sehr weise.Da die Menschen glaubten, dass Ägir sein Unterwasserreich nur verließ, um Schiffe und ihre Besatzung zu vernichten, wurden ihm vor Antritt einer Seereise Opfer dargebracht, um eine sichere Überfahrt zu gewährleisten.
 

Ägir in der Edda

Es gibt eine ganze Reihe von Erzählungen der Edda, in denen der Meeresriese eine Rolle spielt. In der Übersetzung von Karl Simrock wird Ägir auch als Ögir bezeichnet.

In der Einleitung zur Ögisdrecka (Ögirs Trinkgelag) heißt es:
Ögir, der mit anderm Namen Gymir hieß, bereitete den Asen ein Gastmahl, nachdem er den großen Keßel erlangt hatte, wie eben gesagt ist. Zu diesem Gastmal kam Odhin und Frigg sein Weib. Thôr kam nicht, denn er war auf der Ostfahrt. Sif war zugegen, Thôrs Weib, desgleichen Bragi und Idun sein Gemahl. Auch Tyr war da, der nur Eine Hand hatte, denn der Fenriswolf hatte ihm die andre abgebißen, als er gebunden wurde. Da war auch Niörd und Skadi sein Weib, Freyr und Freyja, und Widar, Odhins Sohn. Auch Loki war da und Freys Diener Beyggwir und Beyla. Da waren noch viele Asen und Alfen.

Ögir hatte zwei Diener, Funafengr und Eldir. Leuchtendes Gold diente statt brennenden Lichtes. Das Äl trug sich selber auf. Der Ort hatte sehr heiligen Frieden. Alle Gäste rühmten, wie gut Ögirs Leute sie bedienten. Loki, der das nicht hören mochte, erschlug den Funafengr. Da schüttelten die Asen ihre Schilde und rannten wider Loki und verfolgten ihn in den Wald und fuhren dann zu dem Mal. Loki kam wieder und sprach zu Eldir, den er vor dem Saale fand:

Siehe: Ögisdrecka

 

Ägir in den Büchern der Schattenelfen

Bisher keine Erwähnung.
 


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Bild: Die Töchter von Ægir und Rán, aus einer schwedischen Übersetzung der poetischen Edda aus dem 19. Jahrhundert. | © PD

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